Krankenakte Digitalisierung

Deutschland ist für vieles bekannt. Unter anderen für seine Vorsicht in jeglicher Hinsicht und für seine Bürokratie. Beides wird in Zukunft noch stärker miteinander verbunden sein, was für erneuten Gesprächs- und Streitstoff sorgen wird. Die Techniker Krankenkasse (TK) hat im Rahmen ihrer Entwicklungspartnerschaft mit der IBM Deutschland die elektronische Gesundheitsakte (eGA) (weiter)entwickelt.

Ein Thema bzw. eine Entwicklung die mit Sicherheit für große Diskussionen sorgen wird. Ich kann es mir fast nicht anders denken. So hat doch eine ähnliche Debatte zur Übertragung von Fitnessdaten diverser Wearables an die Krankenkasse schon vor einigen Monaten für Bedenken bei vielen Versicherten gesorgt. Damals war es die AOK, welche sich mit dem folgenden Slogan (Zitat von der Webseite) gezielt an die junge und Fitnessorientierte Zielgruppe gewendet hat:

Du trainierst. Du kämpfst. Du belohnst dich und deinen Körper.
Und die AOK Nordost belohnt dich dafür: mit jeder Menge attraktiver Prämien.
Hol dir die App, die dich bewegt!

Was verbirgt sich hinter der eGA?

Laut Pressemitteilung verfolge man mit der Zusammenarbeit und der nun entwickelten Gesundheitsakte das Ziel (Zitat):

…, dass Versicherte jederzeit über ihre Gesundheitsdaten verfügen können und die bestmögliche Transparenz zu ihrer medizinischen Versorgung erhalten. Jeder kann frei entscheiden, ob er das Angebot nutzt und wer auf seine Daten zugreifen kann. „Unsere eGA soll eine Versichertenakte werden und davon leben, dass die Daten des Versicherten mit denen anderer Akteure im Gesundheitswesen verbunden werden. Nur so lässt sich das Krankheits-, Diagnose- und Behandlungsgeschehen umfassend abbilden. Mit der bundesweiten Vernetzung der eGA mit großen Krankenhausträgern machen wir nun den ersten wichtigen Schritt in diese Richtung“, erklärt Klaus Rupp, Leiter des TK-Versorgungsmanagements.

Quelle: https://www.tk.de/tk/pressemitteilungen/bundesweite-pressemitteilungen/958400

Ich denke es wird früher oder später sowieso so kommen und es hat für alle Beteiligten am Ende doch (fast) nur Vorteile. Wenn die Sicherheit (da war sie wieder die gute deutsche Angewohnheit) sichergestellt ist, was sie ja laut Pressemitteilung ist, finde ich es eine gute Sache.

Was denkt Ihr? Wird sich die elektronische Gesundheitsakte durchsetzen? Brauchen wir sie? Kommen wir in Zukunft nicht drum herum? 

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