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Das eigentliche 96-Problem

Also spricht so ein Manager der an seine Mannschaft glaubt und auch nicht vom Abstieg ausgeht? Da heißt es bei einer eventuellen Spielerverpflichtung:”…er soll auch im Falle eines Abstiegs in die 2. Liga kommen”. Hallo? Motiviert man so seine Mannschaft und bringt man so Ruhe ins Umfeld? Da stellen sie mehrere “Seelenstreichler” ein und verhängen für die Spieler Einzelgespräche und dann kommen wieder solche Aussagen. Natürlich könnte man sagen, er weiß nicht was er redet und ist sich des Ausmaßes nicht bewußt. Dann muß man sich allerdings fragen, was so ein Mann als Manager einer Bundesligamannschaft in Hannover verloren hat (oder auch bei jedem anderen Verein). Er liefert den Spieler gleich zweierlei Sachen, die man schon garnicht vom eigenen Manager erwaret. Erstens eine Ausrede zum jetzigen Zeitpunkt für den Fall das es am Ende tatsächlich schief geht und zum zweiten beschert er ihnen ein Negativgefühl erster Güte. Was sollen die Spieler, welche ja auch die Zeitung und das Interlet lesen können, denken? Ach, der Manager glaubt ja auch nicht mehr dran, dann fahre ich mal 80% in Dortmund und wenn’s nicht reicht steigen wir halt ab.

Eins steht fest. Wenn Hannover in dieser Saison absteigen sollte, wird man sie lange Zeit nicht mehr so hoch oben finden (leider). Die ganzen Bemühungen und das was erreicht wurde, wird nun leider von einem nicht fährigen Manager wieder runtergewirtschaftet.

Ist jetzt alles gut bei 96…?

Diese Frage dürfte wohl derzeit viele in Hannover beschäftigen und ich denke es gibt, wie schon so häufig in Hannover, keine eindeutige Antwort darauf. Hannover 96 zeichnet sich ja bereits seit langem dafür aus, eine der am schwierigsten auszurechneten Mannschaften der Bundesliga zu sein. Da gelingen der Mannschaft in der Regel gute Spiele gegen die Tabellenspitze und man läßt Niederlagen gegen die vermeintlich Kleinen der Liga folgen.
Ob für solche Leistungsschwankungen immer (lediglich) der Trainer verantwortlich ist bleibt zu bezweifeln. Festzuhalten ist auf jeden Fall, daß der Trainer am einfachsten zu ersetzen ist und am Ende immer die Verantwortung trägt. Es ist natürlich am Ende tragisch um die Person Hecking und nicht einfach solche Entscheidungen zu treffen. Es ist aber auch nicht einfach solche Entscheidungen als Fan zu verstehen. Natürlich sind solche Mechanismen im Fußball nicht logisch nachzuvollziehen und auch nicht ohne weiteres auf wirtschaftliche Bereiche zu übertragen. Aber es bleibt die Frage nach den Alternativen und ob dies getroffene Entscheidung die richtige war. Ich denke schon (leider).
Warum auch immer hat die Anwesenheit und die Zusammenarbeit mit dem Trainer bei einigen Spielern zu einer seelischen Behinderung geführt. Diese innere Belastung scheint nun seit dem Trainerwechsel wie weggewischt und die Spieler können sich wieder wie frei bewegen. Natürlich ist es auch nicht einfach gute und stabile Leistungen zu bringen, wenn man Tag für Tag nur negatives über sich und die Mannschaft lesen muß. Aber wer ist verantwortlich für die Negativpresse? Es sind am Ende die Spieler selber, welche einen direkten Einfluss auf selbige haben. Spielen sie gut oder zumindest so gut wie sie können. Gibt es auch positive Schlagzeilen und die Seele wird ein wenig gestreichelt, steigt auch wieder das Selbstwertgefühl und somit die Leistung auf dem Platz. Das Problem was Hecking vermutlich auch hatte war, daß er nicht die Zeit hatte eine entsprechende Entwicklung abzuwarten. Aber auch wenn dem so gewesen wäre, bin ich mir sicher das es auf Dauer keinen Sinn gemacht hätte die Zusammenarbeit fortzuführen.
Es hat an einigen Ecken nicht (mehr) gepasst. Die Arbeit mit der Mannschaft hat nicht mehr funktioniert, der Kredit bei den Fans war weg und die Handschrift und ein entsprechendes System fehlten ebenfalls. Es war bestimmt auch kein Zufall, daß in Hannover die Verletztenrate so hoch war wie vielleicht nirgendwo anders. Im Nachhinein kann man sich die Frage stellen, ob die Verletzungen immer so waren wie sie bekannt gemacht wurden. Es war schon erschreckend wie die Spieler sich in der Vergangenheit teilweise auf dem Rasen “bewegt” haben (wenn man das so sagen kann). Es ist ja nicht so, daß sie alle das Fußball spielen in der Sommerpause verlernt hätten. Aber für die Gehälter sollten man mehr erwarten können und dürfen. Aber was in der letzen Vergangenheit geboten wurde, grenzte an Arbeitsverweigerung.
Die Spielfreude einiger Spieler in Nürnberg gibt nun allerdings Anlaß zur Hoffnung, daß das gezeigte Niveu vielleicht einmal über einige Spieltage gehalten werden kann. Man verlangt ja nicht viel (oder gar zuviel). Einsatz, Laufbereitschaft und der Wille auch wenn die Vorzeichen nicht optimal sind.

Der neue Trainer hat auf jeden Fall andere Methoden ins Training eingebracht und scheint damit zumindest bislang Erfolg zu haben. Man wünscht sich natürlich, daß dies auch in den kommenden Wochen der Fall sein wird. Wenn sich die Mannschaft ähnlich verbessert wie in Nürnberg zeigt, sind auf jeden Fall einige Punkte drin.

Hannover 96 spielt gegen den Abstieg….

….und das leider vom ersten Spieltag an. Es ist schon schlimm was aus dieser Mannschaft geworden ist. Wo sind die Köpfe und Gesichter der Mannschaft hin? Außer Enke können hier doch alle zuhause bleiben. Warum er den anstrengenden Weg vom teuren Eigenheim vor den Toren Hannovers, mit dem viel zu tueren Sportwagen oder SUV zum Stadion fahren, mit der Gewissheit sich ca. 90 Minuten unter Aufsicht bewegen zu müssen. Ok, die meisten kriegen es ehe nicht 90 Minuten hin, aber der Anspruch ist schon da. Man gut, daß es dieser Tage so schwül ist und man auch ohne sich zu bewegen anfängt zu schwitzen. Wer von denen hat eine Identifikation mit dem Verein, mit der Mannschaft oder der Stadt? Wer kann fehlerfrei die Namen der Spieler vortragen ohne eine Jahreskarte zu besitzen und dem Glauben, daß das die richtige Entscheidung war? Es ist ein Witz, was die Vereinsführung und das Team um die Mannschiaft hier an Arbeit abliefert, soweit man da so nennen darf. Man gut, daß man nun aus dem Pokal raus ist und sich einzig und allein auf die Liga fokusieren kann. Alles andere würde die Spieler vielleicht auch zu sehr verwirren. Gegen ein sechstligisten…wie soll ich mich da als Spieler mit Anspruch motivieren? ojeje…ist der harte Beruf des Fußballers wirklich etwas für mich? Ich könnte mich echt übergeben wenn ich alleine an die Summen denke die da jede Woche über den Platz humpelt und sich hinterher beschwert die Fans haben gepfiffen und stehen garnicht hinter mir… hähähä… mein Tip. Absteigen, verkaufen und neu anfangen…