Nachdem das neue Format „ROCK the BLOG“ im letzten Jahr mein persönliches Highlight der CeBIT darstellte, lag es nahe auch in diesem Jahr wieder bei den CeBIT Global Conferences in der Halle 8 vorbei zu schauen. Mein Fazit von diesem Jahr lautet „Es war gut, aber irgendwie doch anders“. Nichtsdestotrotz hat der Freitag meine Erwartungen erfüllt und konnte in Sachen Unternehmenskommunikation sogar positiv überraschen. Daher möchte ich auf die Beiträge in denen es um das zukünftige, aber auch garnicht mehr so weit entfernte neue Arbeiten geht, etwas genauer beleuchten.

Zukunft der Arbeit – Wird jetzt alles anders?

Basierend auf einer aktuellen Studie der Bertelsmann Stiftung hat man sich im Experten-Panel, moderiert von Roland Panter, mit den Ergebnissen und Hintergründen rund um das Thema Arbeit 4.0 beschäftigt. Wie arbeiten wir heute, wie wird dies zukünftig aussehen, was haben diese Entwicklungen für Konsequenzen. Für den lokalen und internationalen Arbeitsmarkt, für die Unternehmen und persönlich für jeden einzelnen  Beschäftigten.

Teilnehmer des Panels waren Dr. Ole Wintermann (Senior Project Manager, Bertelsmann Stiftung), Jürgen Müller (Projektleiter, Bundesfamilien Ministerium), Detlev Artet (Kommunikations-Architekt, Neuwork).

Abgesehen von all den bekannten Einflüssen der Digitalisierung auf die Arbeitswelt, ist die Message des Panels für mich folgende.

In Deutschland wird zu viel, zu lange geredet und zu wenig gemacht und probiert. Im Gegensatz zu anderen Ländern, ist die sogenannte Beta-Kultur, also auch mal bewusst mit einer nicht bis ins letzte Kommata ausgeklügelten Lösung an die Öffentlichkeit zu gehen, in Deutschland nicht vorhanden. Man könnte auch sagen, dass andere Länder die Chance haben aus ihren Fehlern zu lernen, welche wir in Deutschland garnicht erst machen, weil wir noch am reden und am absichern sind.

Das Motto muss also zukünftig immer häufiger lauten „MACHEN!“. Einfach mal Dinge machen und nicht nur drüber reden, diese Message kam für mich des öfteren rüber. Was viele Unternehmen zwar zusehends besser verstehen, wo es aber nach wie vor Aufklärungsarbeit zu leisten gilt ist, das Digitalisierung nicht zwingend etwas schlechtes oder böses sein muss. Auch Arbeitnehmer und Mitbestimmungsgremien müssen sich dieser Diskussion stellen. Und zwar nicht voreingenommen und negativ eingestellt Themen gegenüber wie moderne Zusammenarbeit, Arbeitsplätze der Zukunft und Digitaler Arbeitsplatz. Man sollte sich hierbei in Zukunft mehr auf die Vorteile konzentrieren und nicht nur das vermeintlich negative, böse und schlechte sehen. Denn die Schere der Digitalisierung geht immer weiter auseinander, wie wir beim Besuch beim Campus Mittelstand während der CeBIT gelernt haben.

Auch hier sollte zukünftig immer öfter das Motto lauten „Nicht Quatschen, einfach MACHEN!“.

 

Bertelsmann-Studie „Zukunft der Arbeit“

Bertelsmann Studie "Zukunft der Arbeit"
Bertelsmann Studie „Zukunft der Arbeit“ (Bild: Bertelsmann)

Wer sich neben dem Experten-Panel auf den CeBIT Global Conferences mit der Studie „Proklamation – Zukunft der Arbeit“ beschäftigen möchte, findet diese auf der Seite der Bertelsmann Stiftung zum Download. Zusätzlich stand Roland dem Podcast-Team von neuwaerts Rede und Antwort.

Die TechPush App von OTTO – Interne Kommunikation einmal anders

Im zweiten Panel welches sich mit der (internen) Unternehmenskommunikation beschäftigt, tauschten sich unter dem Titel „Digital Transformation with Blog and App – OTTO’s internal TechPush App“ Ulrike Abratis, Head of Corporate Communications (Otto GmbH & Co KG), Jörg Heinemann, Senior Project Manager E-Commerce Competence Center (Otto GmbH & Co KG) und Ingo Stoll, Co-Founder (neuwaerts GmbH) miteinander aus.

Das schöne an dieser Session war für mich, dass man hierbei sehr schön sehen konnte welches Interesse und welchen Stellenwert die interne Kommunikation hat. Anders als bei einigen anderen Panels war der Besucherraum sehr gut gefüllt und das Feedback einiger Zuhörer war auch sehr gut. Man könnte ja denken, dass eine solche Session auf einer Veranstaltung wie ROCK the BLOG nicht gut ankommt. Aber genau das Gegenteil war der Fall.

Denn wo ist der größte Hebel eines jeden Unternehmens wenn man an die Digitalisierung denkt? Richtig. Bei den Mitarbeitern! Was Wissen, das Know-How und die Expertise eines jeden Mitarbeiters zur Erreichung der persönlichen und der Unternehmensziele zu bündeln und erreichbar zu machen ist aktuell eine der größten Herausforderungen für viele Unternehmen.

Meiner Meinung nach wird man Themen wie „Intranet“, „Wie arbeiten wir besser und effektiver zusammen“ und „Digital Workplace“ noch sehr viel stärker auf Veranstaltungen sehen wie dies heute der Fall ist.

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Podcast – Digitalisierung in der internen Kommunikation

2 Gedanken zu „ROCK the BLOG 2016 – Ein kleiner Rückblick [Videos]

  1. Absolut richtig – ich glaube auch, dass sich die von Dir angesprochenen Themen Intranet, Digital Workplace und Co. sich weiter in den Veranstaltungen breit machen (müssen). Freue mich drauf.

    1. Danke für Dein Feedback! Freut mich, dass ich mich damit nicht ganz getäuscht habe. Generell ist man auf dem richtigen Weg wie ich finde und was ich auch nach einem kurzen Gespräch in der Techlounge mit Sascha (Pallenberg) hatte. Die Art und die Qualität der Kontakte und der geführten Gespräche sei nach seiner Meinung deutlich gestiegen die letzten Jahre. Kann ich nur bestätigen und wir hatten uns dazu ja auch schon in eine ähnliche Richtung unterhalten während der CeBIT.

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