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Wider den sinnlosen Post! – Eine Brandrede für authentische Markenkommunikation in Facebook (mit vielen peinlichen Beispielen) @ AllFacebook Marketing Conference / Berlin 2012

Was bedeutet Facebook für Unternehmen?

Facebook für Unternehmen? Bringt das was? Wenn ja, was bringt es? Die Frage stellen sich dieser Tage mit Sicherheit viele. Es gibt wie in vielen anderen Fällen kein Patentrezept. Auch gibt es keine Antwort, die auf alle zutrifft. Was Facebook aber bringen kann und welche Potenziale Facebook hat, zeigen die folgenden Charts. 

Aber damit nicht genug. Es werden auch viele der Dinge angesprochen, die auf Facebook entweder vermieden werden sollten oder gar nicht gut ankommen.

Aus aktuellem Anlass fällt mir hier wieder der allseits berüchtigte Montag-Morgen “Wir wünschen euch einen tollen Start in die Woche”-Post ein. Ein Post der, in den meisten Fällen, tendenziell eher negative Auswirkungen haben kann.

Zumindest bei mir :-)

Wenn ihr erfahren möchtet, was sonst noch so alles schief, gut oder gar besser laufen könnte bei Facebook, dann viel Spaß mit den folgenden Slides.

Von Social Media zu Social Business – Vortrag Stefan Pfeiffer (@digitalnaiv) beim Genobarcamp 2012

Das ‘Mehr an Informationen’ filtern und im Kontext richtig anwenden

Stefan liefert mit seinen Folien für das Genobarcamp 2012 wieder einmal viele viele gute, für einige Menschen auch neue, Ideen und Ansätze zum Thema Social Media. Dabei beschränkt sich Stefan nicht auf die, oftmals über-strapazierte, externe Nutzung von Social Media. Er geht vielmehr auf die Frage ein “Wie wird aus Enterprise 2.0 ein Social Business“.

Wie auch schon im Beitrag Social Media – Ohne Innen, kein Außen erläutert, baut ein authentischer externer Social Media Auftritt auf einen internen auf. Dabei geht es primär nicht um die Technik, sondern um den Mindchange der Mitarbeiter. Ein Punkt der sich am Ende oftmals als wesentlich schwieriger darstellt, als die technische Bereitstellung der Plattform(en). Es geht um die interne Nutzung von neuen Methoden und Tools, welche aus dem privaten Umfeld (Facebook, Twitter etc.) vielen bestens bekannt sind. Oftmals ist schlicht und einfach nicht bekannt, dass solche Tools ebenfalls für den internen Geschäftsalltag existieren. Hier ist in erster Linie Aufbau- und Informationsaufwand zu betreiben.

Enterprise 2.0 als ersten Schritt

Schafft man es seine Mitarbeiter zu der aktiven Nutzung zu begeistern, ist man auf einem gutem Wege ein Enterprise 2.0 ‘zu werden’. Neue Prozesse werden praxisorientiert angepasst und geändert, von den Mitarbeitern genutzt und als sinnvolle Erweiterung angesehen. Man hat die Zwischenstation auf dem Weg zum Social Business erreicht.

Das Hamburger Abendblatt veröffentlichte erst vor einigen Tagen den Beitrag “Veränderungen in der Arbeitswelt” – Wissen teilen hilft allen Beteiligten”. Hierbei geht man sehr schön auf die Zusammenhänge der in immer wieder genannten Buzzwords wie Enterprise 2.0, Social Media und Social Business ein. Aber wie gesagt hat man damit lediglich die, nicht minder wichtige und auch notwendige, Zwischenstation erreicht.

Vom Enterprise 2.0 zum Social Business – Der finale Schritt

Erfolgreich ist man, wenn man nun noch die Verknüpfung der neuen Tools und Methoden mit Prozessen, Zulieferern und Partnern herstellen kann. Die traditionellen Rollen der Kunden, Mitarbeiter und Geschäftspartner ändern sich dramatisch und verschmelzen zusehends. Interne und externe Netzwerke werden miteinander verbunden.

Wie ich finde eine wirklich gelungene Zusammenfassung. 

Was ist Eure Meinung? 

human

Gewinnspiele in sozialen Netzwerken – Bitte Hirn einschalten!

Gewinnspiel auf Facebook – Ein denkbar ungünstige Methode der Fan-Gewinnung

Manchmal ist es schwer oder es dauert bis man Themen für den nächsten Blogpost findet. Diesmal kam die Idee ehrlich gesagt mit einem Tag Verspätung. Es geht um die Banalität von Gewinnspielen und die Art und Weise wie manche Seitenbetreiber damit umgehen. Um Ziele und ob überhaupt welche vorhanden sind. Aber womit hat nun alles angefangen? Mit einem Post bei Facebook. Wie auch sonst.

Der Post von Stefanie Bamberg mit dem Titel “Musste mal kurz ausflippen. Entschuldigung.” hat mich doch Neugierig gemacht, was Stefanie wohl zum ausflippen gebracht hat. Zum Vorschein kam der kurze aber auf den Punkt gebrachte Beitrag - Facebook Gewinnspiele – Hirn einschalten bitte!“. Es geht hierbei um eine aktuelle Aktion auf einer Facebook Fanpage, bei der der User entweder absichtlich oder aus Unwissenheit für dumm verkauft wird. Eine interaktive Heizdecken-Verkaufsveranstaltung eben. Hier ein Auszug aus dem Post:

Nein, ich fange jetzt nicht wieder mit Guidelines an, sondern diesmal geht mein Appell an die User, doch bitte mal ihren Kopf anzuschalten.

Punkt 1: Die Seite liken, damit man die Gewinnbenachrichtigung nicht verpasst, ist schon mal albern, da Facebook nie alle Posts an alle Fans ausspielt. Dazu müsste man – wenn überhaupt – den neuen Benachrichtigen-Button nutzen.

Punkt 2: Wie zur Hölle soll denn bitte unter 25.000 Shares ausgelost werden??? Das ist schon an sich nicht möglich, es sei denn, man schreibt die irgendwie händisch raus und dann – was noch viel wichtiger ist – steht man erstmal vor folgendem Problem:

DAS ist der Knackpunkt des Ganzen, denn für die Admins einer Seite ist aufgrund der Privatsphäreeinstellungen der User nur ein Bruchteil der Shares überhaupt den entsprechenden Usern zuzuordnen. Der Rest wird schlicht und einfach gar nicht angezeigt.

Mal ganz davon abgesehen natürlich, dass solche Verlosungen rechtlich und in Sachen Facebook-Guidelines sehr hinken. Daher: Lasst euch bitte nicht verarschen! Noch dazu spammt ihr damit die Newsfeeds eurer Freunde zu. Ob das so schön ist?

Dieser Auszug trifft den Nagel eigentlich schon auf den Kopf. Besonders der Punkt mit “Hirn einschalten bitte!” kann man, nicht nur in diesem Zusammenhang, nicht stark genug betonen. Nicht nur bei Gewinnspielen auf Facebook sollte man das Hirn einschalten, sondern eben beim generellen Auftreten im Social Web/Internet und all seinen Ausprägungen. Ob die Leute sich im realen Leben auch alle so verhalten? Aber das würde an dieser Stelle vermutlich zu weit führen. Zurück zum Thema. Die Gewinnspiele.

Nun, um das hier ebenfalls kurz klarzustellen. Ich habe generell nichts gegen Gewinnspiele auf Facebook. Ich brauche sie ja nicht mitzumachen. Sie haben in dem einen oder anderen Fall durchaus ihre Berechtigung und führen in vielen Fällen kurzfristig auch zum Ziel. Genauso wie ich nichts gegen E-Mail habe, als Enterprise 2.0-Mensch aber glaube das sie zukünftig nicht mehr in dem Maße existieren wird. Deshalb verteufele ich sie aber nicht grundsätzlich. Manche Sachen gehen halt nicht anders. Und hier kommt der Punkt wo ich dachte, da steckt noch mehr hinter. Es würde sich lohnen die Gedanken hier festzuhalten. Also …..gesagt getan.

Ziele! Haben wirklich alle die bei Facebook Seiten betreiben Ziele? Welche Ziele verfolgen sie kurz, mittel und langfristig? Denn wie gesagt, viele wollen derzeit noch den schnellen Erfolg. Nur auf Fan-Zuwachs ausgerichtet ohne sich ernsthaft Gedanken über die weitere Strategie und die eigentliche Intention von Social Media zu machen. Eine der wichtigsten Triebfedern sind Emotionen. Das klappt natürlich auch mit Gewinnspielen, aber bei weitem nicht bei allen. Es müssen Emotionen im Spiel sein.

In dem Zusammenhang fällt mir immer wieder der Satz von Mirko Lange ein, das da sagt: “Wie mache ich aus meinen Kunden Fans! Nicht wie mache ich aus meinen Fans Kunden.” Es ist keine emotionale Bindung der User zum Unternehmen, wenn die “Beziehung” lediglich auf einer Verlosung des aktuellen iPads basiert. Zumindest eine deutlich niedrigere. Der “Teilnehmer” kommt auf die Seite, klickt “Like” und kommt im schlimmsten Fall nie wieder. Der richtige Weg wäre der umgekehrte. Bestehende (Offline)-Kunden auch Online zu Fans zu machen. Diese verhalten sich dann zukünftig auch sichtlich anders, als die durch ein Gewinnspiel “erkauften”.

Womit wir beim nächsten Problem wären. Die Sichtbarkeit und die damit verbundene Interaktion und der Dialog bleiben auf der Strecke. Viele Seitenbetreiber beklagen fehlende Kommentare, Likes und Shares. Aber keiner kommt auf die Idee, auf die Suche nach den wahren Ursachen zu gehen. Diese Unternehmen finden im News Feed der “vermeintlichen” Fans, wegen derer Inaktivität durch fehlende emotionale Bindung, einfach nicht statt.

Auch in Krisensituationen wie Shitstorms, wären Fürsprecher ja ein echter Vorteil. Aber wer ist Fürsprecher? Ein echter Fan! Ein echter und nicht gekaufter Fan. Diese “echten” Fans setzen sich, wegen ihrer emotionalen Bindung, ganz anders für das Unternehmen ein und helfen unter Umständen auch solche Situationen heile zu überstehen.

Und damit stellen sich viele mit solchen Aktionen und Gewinnspielen selber ein Bein. Wie gesagt muss das nicht der Fall sein. Aber ich denke bei einem Großteil der Fanpages und der Unternehmen wird dies einer der Gründe sein, warum hier keine emotionale Bindung zustande kommt.

Puhhhh ….. so viel Text in so kurzer Zeit, aber das musste dann mal raus. Ganz nach dem Motto von Stefanie “Musste mal kurz ausflippen”.

Sorry

p.s. Vielen Dank an dieser Stelle an alle bei Facebook beteiligten, für das OK den Screenshot hier zu posten!

BITKOM: Neue Auflage des Leitfaden für Social Media

Leitfaden mit erweiterter und überarbeiteter Version

Der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V. (BITKOM) hat nun einen überarbeiteten Leitfaden SocialMedia 2012 für die Nutzung von Social Media veröffentlicht. In der Ankündigung auf der BITKOM Webseite heißt es:

“Social Media haben in den vergangenen Jahren unsere Nutzung des Internets entscheidend geprägt und verändert. Für Millionen von Nutzern sind sie aus dem Alltag der Online-Kommunikation nicht mehr wegzudenken. Aber auch für Unternehmen sind soziale Medien in vielen Bereichen zu einem wichtigen Wertschöpfungsfaktor geworden.

Zwar setzen bereits knapp die Hälfte der deutschen Unternehmen Social Media auf die eine oder andere Weise ein, viele Firmen sind jedoch noch unsicher, welche Art von Engagement für sie wirklich sinnvoll ist und welche strategische Vorgehensweise sich für sie am besten eignet.

Der von einem Autorenteam des Arbeitskreis Social Media aktualisierte und erweiterte Leitfaden Social Media setzt an dieser Stelle an. Schritt für Schritt erläutert er die einzelnen Aspekte, die für ein Engagement in Social Media wichtig sind. Er zeigt verschiedene Möglichkeiten der Social-Media-Implementierung auf und hilft, Business-Potenziale zu identifizieren. Im Mittelpunkt stehen neben Handlungsfeldern wie Marketing, PR, Interne Kommunikation, Recruiting, Service und Support auch Besonderheiten für B2B-Unternehmen sowie rechtliche Aspekte. Darüber hinaus helfen praktische Tipps beim Einsatz eines Corporate Blogs oder Social Media Monitorings. Zahlreiche Best-Practice-Beispiele und eine Checkliste erleichtern das zielgerichtete Vorgehen – von der Analyse über die Strategie- und Zielfindung, bis hin zur Implementierung und Evaluation.”

 

Neben den vielen bereits in der ersten Version erwähnten Aspekten, will man nun vermehrt auf B2B-Unternehmen eingehen, rechtlichen Aspekte beleuchten und es werden Tips und Hinweise anhand von Fall-Beispiele gegeben. Nicht zuletzt hilft eine Checkliste beim zielgerichteten Vorgehen und den weiteren Vorstoß in die Social Media Welt.

Man muss schon ein wenig Geduld und Durchhaltevermögen mitbringen, will man die 72 Seiten durchlesen geschweige denn durcharbeiten. Ob, was und wie viel für jedes Unternehmen dabei ist, bleibt abzuwarten. Es sind vermutlich in den seltesten Fällen die Fragen und Antworten enthalten, welche von kleinen und mittelständischen Unternehmen gestellt werden.

“Social is here to stay” kann man da nur sagen!